Gelungene Hauptprobe für WM 2018 in Thun

Thun – Über 100 Schützen und Schützinnen aus 20 Nationen massen sich vergangene Woche im militärsportlichen Schiessen (CISM) in der Guntelsey. Das Turnier bildete die Hauptprobe für die CISM-WM im Schiessen.

Hauptprobe gelungen: Christian Wanner blickt als Organisator zuversichtlich der CISM-WM 2018 in der Thuner Guntelsey entgegen. Bild: Andreas Tschopp

Das internationale Turnier im militärsportlichen Schiessen des Conseil International du Sport Militaire (CISM) hat in Thun Tradition. Mit Vertretern aus 20 Nationen an den Wettkämpfen in der ersten Oktoberwoche in der Thuner Guntelsey war die Teilnahme heuer besonders gut.

Für die Organisation des Turniers war erstmals Christian Wanner verantwortlich, der neue CISM-Disziplinenchef Schiessen. Als solcher zeigt sich Wanner überaus zufrieden mit dem Verlauf des Turniers, an dem die Schweiz die Auszeichnung als beste Nation entgegennehmen durfte und das zugleich die Hauptprobe war für die CISM-WM 2018 in Thun.

25-Meter-Stand auf demWaffenplatz

Mit der neuen Milizfunktion als Schiesschef im CISM im April 2017 übernahm Oberstleutnant Wanner, der hauptberuflich Sicherheitschef im Armeelogistikcenter Thun ist, auch gleich organisatorisch die Federführung für den Schiessbetrieb an der CISM-WM in Thun. Ausgetragen wird sie in der Zeit von 29. Mai bis 6. Juni zur Hauptsache in der Guntelsey. Die Männer werden dort die Wettkämpfe auf die 300-Meter-Distanz und die Frauen auf 50 Meter austragen. Zusätzlich werde eine mobile 25-Meter-Anlage für das Pistolenschiessen auf dem Waffenplatz aufgestellt, erklärt Wanner, für den es wichtig ist, dass die WM zentral an einem Ort stattfindet.

Bei der letzten CISM-Schiess-WM 2005 in Thun wurden die Pistolenwettbewerbe in Riedbach bei Bern ausgetragen, was Mehraufwand erforderte. Damit konfrontiert wurde auch Wanner in Sachen Unterkünfte fürs diesjäh­rige CISM-Turnier. Da wegen der laufenden Sanierung der Hauptkaserne für die total 170 Teilnehmer (mit den Offiziellen) nur eine beschränkte Anzahl Zimmer zur Verfügung stand, wurden vorsorglich Zivilschutzanlagen reserviert.

Letztlich habe aber nur die Schweizer Delegation im RAZ in Allmendingen übernachtet, sagt Wanner. Das Gros der ausländischen Gäste habe selber Zimmer in Hotels gebucht, die ­Zivilschutzanlage in Uetendorf musste nicht beansprucht werden. Laut Roland Wüthrich, Projektverantwortlicher bei Armasuisse Immobilien, wird die Übernachtungskapazität wieder ausreichend sein in der Thuner Kaserne für die WM 2018.

Über 500 Teilnehmer aus50 Nationen erwartet

Das OK hielt in der Turnierwoche seine zweite Koordinationssitzung ab. Bei den weiteren Vor­bereitungen kann Wanner auf die Unterstützung zählen von Urs Weibel aus Kandersteg als tech­nischem Leiter für den schiesssportlichen Grossanlass 2018. Dazu werden über 500 Teilnehmer aus rund 50 Nationen erwartet, sagt Wanner, der sich wohl fühlt in seiner Funktion als CISM-Disziplinenchef Schiessen und WM-Organisator und in der Freizeit leidenschaftlich gerne Eishockey spielt. (Thuner Tagblatt)

Translated article in English